Mehr als ein TSH-Wert
Viele Frauen kennen das: Der TSH-Wert ist „noch normal", die Beschwerden bleiben. Wir messen vollständig – TSH, freies T4 und freies T3, bei Verdacht auf Hashimoto auch die Antikörper – und bewerten die Werte im Zusammenhang mit Ihren Beschwerden, nicht nur mit der Labornorm. Die Schilddrüse ist eng mit den weiblichen Hormonen verwoben: Eine unerkannte Unterfunktion kann hinter Zyklusstörungen, unerfülltem Kinderwunsch und Erschöpfung stecken.
Hashimoto-Thyreoiditis
Bei dieser häufigsten Ursache der Unterfunktion greift das Immunsystem die Schilddrüse an. Wir behandeln Hashimoto einschließlich der Überprüfung Ihrer Selen-Versorgung – Selen ist der wichtigste Mikronährstoff der Schilddrüse – und begleiten das Immungeschehen zusätzlich über Ernährung und Darmgesundheit.
Unterfunktion: wenn T4 allein nicht reicht
Standard ist die Gabe von T4 (Levothyroxin). Doch T4 ist nur die Vorstufe – wirksam wird das Hormon erst nach Umwandlung in T3, und diese Umwandlung findet zu großen Teilen in der Leber statt. Bei manchen Patientinnen funktioniert sie unzureichend: Die Werte scheinen gut, die Beschwerden bleiben. Wir detektieren die Ursachen solcher Umwandlungsstörungen und behandeln gezielt – wenn notwendig mit einer Kombitherapie aus T4 und T3, mit der Substitution fehlender Aminosäuren und mit Leberregeneratoren, die die Umwandlung unterstützen.
Typische Anlässe für eine Abklärung
- anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung trotz „normaler" Werte
- Gewichtszunahme, Frieren, trockene Haut, Haarausfall
- Zyklusstörungen und unerfüllter Kinderwunsch
- bereits bestehende T4-Therapie ohne befriedigende Wirkung
Die Schilddrüsen-Abklärung ist Teil unserer Hormonsprechstunde – ein Termin genügt für Gespräch, Untersuchung und Blutabnahme.
Rechtlicher Hinweis: Komplementärmedizinische Verfahren, die wir begleitend einsetzen, sind wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt.